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Gesundheit16.04.2020
Alles, was Sie über Corona-Schutzmasken wissen sollten

BERGISCHE Krankenkasse Präventionsforum:
Schutzmasken in Zeiten der Corona-Krise

Ab Montag, den 27. April 2020, gilt in ganz NRW die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasenschutz-Masken in Bussen, Bahnen und beim Einkaufen.  Bitte denken Sie trotzdem daran den Mindestabstand von 1,5 Metern zu Ihren Mitmenschen einzuhalten. Wenn Sie selbst eine Maske herstellen wollen, empfehlen wir Ihnen alte Geschirrtücher zu verwenden. In unserem Aufklärungsvideo zum Thema „Was Sie über Schutzmasken in Zeiten von Corona wissen sollten“ geben wir Ihnen einen kompakten Überblick darüber, welche Masken-Typen es gibt, wo der Einsatz sinnvoll ist und wie man die Masken richtig pflegt und säubert. Unser Experte im Studio ist Dr. Stephan Kochen, Facharzt für Innere Medizin & Leiter von solimed (Ärztliches Qualitätsnetzwerk Solingen). Das Video steht Ihnen dauerhaft hier und auf www.die-bergische-kk.de/youtube zur Verfügung.

FAQs zum Thema Schutzmasken

Welche Atemschutzmasken gibt es?

Prinzipiell werden in Zusammenhang mit dem Corona-Virus drei Maskenarten unterschieden: selbst hergestellte Masken („Community-Masken“), medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS) sowie filtrierende Halbmasken (FFP2 und FFP3).

„Community-Masken“

„Community-Masken“ sind Masken, die - häufig nach Anleitungen aus dem Internet - aus textilen Stoffen genäht und im privaten Alltag (z. B. beim Einkauf im Supermarkt oder im öffentlichen Nahverkehr) getragen werden. Eine Schutzwirkung gegen Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus wurde für diese Art von Masken nicht nachgewiesen. Dennoch können die Masken hilfreich sein, da sie beim Husten eine Barriere für größere Tröpfchen darstellen. Die Masken sollten aber keinesfalls dazu führen, dass das empfohlene Abstandhalten von anderen Personen nicht eingehalten wird. Nach jedem Gebrauch ist die Maske mindestens bei 60°, besser bei 95° zu waschen. In einer Studie wurden verschiedene Materialien auf ihre Filterleistung untersucht. Hier schnitten Geschirrtücher und Staubsaugerbeutel am besten ab. Deutlich schlechter waren Kopfkissen, Leinen, Seide und Schals.

Anleitung zur eigenen "Community-Maske"

Hier finden Sie zwei übersichtliche Anleitungen zum Selbernähen:

Sie können nicht nähen oder haben keine Nähmaschine zur Hand? Es geht auch ohne:

  • In einem Tutorial-Video des WDR wird veranschaulicht, wie man mit wenigen Hilfsmitteln eine Schutzmaske herstellen kann.

Mund-Nasen-Schutzmaske (MNS)

Der medizinische Mund-Nasen-Schutz („OP-Maske“)  schützt vor allem die Mitmenschen, aber nur begrenzt den Träger. Tröpfchen aus der Atemluft des Trägers gelangen durch die  Barriere der Maske nicht zum Gegenüber. Da Mund-Nasen-Schutzmasken nicht fest anliegen, lässt es sich damit einfach atmen. Diese Masken sind Medizinprodukte sind und müssen entsprechende Normen erfüllen.

FFP-Masken

Filtrierende Halbmasken (FFP) sollen den Träger vor Tröpfchen und Partikeln aus der Umgebung schützen. Es gibt Masken mit und ohne Ventil. Nur die letzteren bieten auch einen Fremdschutz, da sowohl die eingeatmete, als auch die ausgeatmete Luft gefiltert wird.

Wann sollen Masken getragen werden?

Die entscheidenden Schutzmaßnahmen gegen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sind eine gute Händehygiene, das Einhalten der Husten- und Niesetikette und das Abstandhalten.

Neben diesen Schutzmaßnahmen kann das Tragen einer Gesichtsmaske bei akuten Atemwegsinfekten dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko anderer Menschen zu verringern.

Auch asymptomatische Infizierte mit dem neuartigen Coronavirus können den Erreger ausscheiden und somit andere Menschen anstecken. Daher empfiehlt das RKI das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in öffentlichen Räumen, in denen der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann (öffentlicher Nahverkehr, Lebensmittelgeschäfte, Arbeitsplatz). Dadurch kann auch das Bewusstsein für ein gesundheitsbewusstes Verhalten gefördert werden.

Wo kann man sich über das Thema Masken weitere Informationen einholen?

Die Internetseiten des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind die ersten Anlaufstellen für weitere Informationen. Gern können Sie uns Ihre Fragen auch per E-Mail an info@die-bergische-kk.de schicken.

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